Unsere Erfolge des letzten Jahres

Liebe PROVIEH-Freunde,

noch nie war die industrielle Massentierhaltung derart im Fokus der Öffentlichkeit wie heute. Durch das Wissen um die Missstände in der Massentierhaltung und ihre Folgen werden mehr und mehr kritische Stimmen laut. Jetzt verändert sich auch schrittweise das Konsumverhalten der Verbraucher. Das ist eine sehr positive Entwicklung, für die PROVIEH seit 1973 kämpft. Die Aufklärungsarbeit ist PROVIEH sehr wichtig und macht einen großen Anteil unserer Arbeit aus. Es ist schön zu sehen, dass unsere Bemühungen Früchte tragen. Im Jahr 2016 konnten wir mit Ihrer Unterstützung einiges zum Wohle unserer „Nutz“tiere bewegen. Dafür möchten wir Ihnen recht herzlich danken.

Tierschutz in der Schule

Um in einer Gesellschaft dauerhaft Veränderungen herbeizuführen, richten wir unser Augenmerk nicht nur auf die Erwachsenen, sondern auch auf unseren Tierschutz-Nachwuchs. Deshalb freut es uns ganz besonders, dass wir in diesem Jahr unser „Informationsheft für Schüler“ fertigstellen konnten. Das Informationsheft bietet einen Überblick über die gängigen "Nutz"tiere in Deutschland und einen ersten Einblick in die Problematik der industriellen Massentierhaltung. Es wurde zunächst in einer Auflage von 1.000 Stück gedruckt und war so schnell vergriffen, dass wir bereits eine höhere Auflage nachbestellen konnten. Die große Nachfrage von Schulen, aber auch anderen Tierschutzvereinen und Privatleuten zeigt uns, dass ein starkes Interesse für das Thema Tierschutz auch bei Kindern und Jugendlichen vorhanden ist. Unsere Fachreferentinnen durften bereits einige Male Unterrichtseinheiten zum Thema „Nutz“tierschutz begleiten und konnten so vor Ort aufkommende Fragen klären. Dabei waren sie positiv überrascht, mit welcher Neugierde und welchem Vorwissen die Schülerinnen und Schüler an die Thematik herangingen.
Durch unser Schulmaterial kamen junge Menschen auf uns zu, die sich in Projekten mit dem Thema Massentierhaltung beschäftigten und teilweise sehr engagiert für die Tiere einsetzten. Sie planten und veranstalteten mit großem Engagement Informationsabende, sammelten Spenden für PROVIEH oder machten sich auf andere Art und Weise für unsere „Nutz“tiere stark. Das hat uns sehr beeindruckt.
Auch unser Tierschutztrainerseminar 2016 war ausgebucht und wurde begeistert aufgenommen. Ein Folgetermin für 2017 steht bereits.

Politische Arbeit

Das Jahr 2016 war außerdem gekennzeichnet von intensiver politischer Arbeit. Durch die Mitgliedschaft an Runden Tischen und in Arbeitsgruppen im Bereich „Nutz“tierschutz konnte PROVIEH in mehreren Bundesländern maßgeblich auf den Tierschutz einwirken. Neuerdings ist PROVIEH auch Mitglied im Tierschutzbeirat Schleswig-Holstein. PROVIEH hat dadurch die Möglichkeit, ebenso wie durch die Mitarbeit an den Runden Tischen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Hessen und Bayern sowie den Arbeitsgruppen in Sachsen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, unmittelbar auf tierschutzpolitische Entscheidungsprozesse Einfluss zu nehmen.

Anerkannte Facharbeit

PROVIEH ist Deutschlands ältester Fachverband für „Nutz“tierschutz. Unsere seriöse und fachliche Arbeit fußt auf wissenschaftlichen Recherchen, offenen Gesprächen mit allen Beteiligten und Besuchen auf landwirtschaftlichen Betrieben aller Größenordnungen. Die Facharbeit bildet die Grundlage für unsere Aufklärungs- und Beratungsarbeit, unsere Kampagnen, Projekte und Aktionen. Neben der Facharbeit zu Rindern, Schweinen und Geflügel beschäftigten wir uns 2016 unter anderem mit der Käfighaltung von Kaninchen.
Unsere Fachreferentin Kathrin Kofent konnte erstmalig im Europaparlament in Brüssel mit einer Rede zur Käfighaltung von Kaninchen viele Menschen erreichen und bewegen. Die Haltungsbedingungen der mehr als 325 Millionen Tiere in industriellen Mast- und Zuchtanlagen in Europa sind oft katastrophal und verletzen drastisch die natürlichen Lebensbedürfnisse der empfindsamen Tiere. Deshalb sind wir im Juni nach Brüssel gereist, um unsere Forderungen nach einer Kaninchenhaltungsrichtlinie ins Europäische Parlament einzubringen.

Millionen von Tieren leiden jedes Jahr unter der industriellen Massentierhaltung. Deshalb gibt es PROVIEH. Unsere Lebensader besteht nach wie vor aus Ihren Spenden und Mitgliedsbeiträgen sowie Ihrem unermüdlichen Engagement. Dafür möchten wir Ihnen ganz herzlich danken!

Für unseren Weg zur Abschaffung der Massentierhaltung brauchen wir einen langen Atem. Lassen Sie uns weiterhin gemeinsam für ein besseres Leben unserer „Nutz“tiere kämpfen.

Ein kraftvolles neues Jahr wünscht Ihnen

Ihr PROVIEH-Team