Seuchen und Tierkrankheiten

Rindergalopp_Kampen

Das fordert PROVIEH:

  • Kurze Transportwege und Abschaffung sämtlicher Exportsubventionen für lebende Tiere
  • Kleinere Herdengrößen in der Intensivtierhaltung
  • Grundsätzliche Erlaubnis von Impfungen
  • Verbot von Keulungen gesunder Bestände
  • Freilandhaltung für alle Nutztiere (Steigerung der Abwehrkräfte)
  • Züchtung von robusten Rassen

Eine sich schnell ausbreitende und hochansteckende Infektionskrankheit wird beim Menschen als Seuche bezeichnet. Bei Nutztieren hingegen fasst man jede Krankheit, die häufiger auftritt, unter dem Begriff Seuche zusammen. Selbst wenn diese nicht ansteckend ist.

Einer Tierseuche fallen oft viele tausend Tiere zum Opfer, denn ein Großteil von ihnen wird vorsorglich getötet bzw. gekeult, wie der fachliche Terminus lautet. Keulung meint das Töten eines Tieres und das Beseitigen des Tierkörpers. Diese Tötungen werden zumeist mithilfe von Gas, Strom oder von Bolzenschussgeräten durchgeführt.

Auch die Keulung fällt unter den Begriff „Tiergesundheit“. Das Töten von gesunden Beständen soll angeblich die Weiterverbreitung von Tierseuchen verhindern. Gleichzeitig dient die gezielte Tötung jedoch auch zur Gesunderhaltung der Warenströme und –märkte rund um die profitable „Tierproduktion“. Auf Impfungen wird zugunsten des Exports verzichtet. So würden beispielsweise die USA oder Japan Handelsbeschränkungen gegen die EU erlassen, da sie nur Fleisch aus „seuchenfreien“ Gebieten importieren.

Die FAO hat zwar festgestellt, dass ein Zusammenhang zwischen den modernen Tiertransportsystemen und der Verbreitung von Krankheiten besteht. Dennoch werden einige Langstrecken-Tiertransporte vom Staat subventioniert.


Schweinegrippe

Vogelgrippe

BSE (Bovine Spongiforme Enzephalopathie)

BT (Blauzungenkrankheit)

MKS (Maul-und Klauenseuche)

Chronischer Botulismus

Schmallenberg Virus

 

Artikel: Tierseuchengesetz abgelöst vom Tiergesundheitsgesetz (Prof. Dr. Sievert Lorenzen, 07.05.2014)